Herz HD Stiftung

Juli 2020

Folgen der Corona-Pandemie in Simbabwe

Nach Schätzungen des Kinderhilfswerk UNICEF litt bereits vor der Corona Krise jedes dritte Kind unter 5 Jahren an Unterernährung. Nach Verhängung der Ausgangssperre hat sich diese Lage noch dramatisch verschlimmert. Die Schulen wurden, wie es weltweit zu beobachten ist, geschlossen, so dass ab Mai die von uns finanzierte tägliche Schulspeisung ausgefallen ist.

Zusammen mit unserer lokalen Partner Organisation, dem Kapnek Trust, haben wir nach Ausweichmöglichkeiten gesucht. Das Ergebnis war, das Mais/Sojamehl in 2 kg Beutel zu verpacken. Davon sind im Juni über 12.000? Stück an die gleichen Schulen außerhalb von Harare verteilt worden. Von dort holten sich die Kinder oder Mütter das Mehl ab, um zuhause über einen Monat verteilt den Brei zu kochen. Die Fotos dokumentieren diese Aktion in sehr eindrucksvoller Weise.

Leider sind die Kosten für diese Aktion sehr teuer gewesen. Der Verteilungsprozess ist sehr aufwendig und die Kosten für Benzin und Mehl sind gestiegen, so dass die Gelder für die Schulspeisung, die normalerweise 4 Monate reichen, in einem Monat aufgebraucht wurden.

Ein Artikel in der Rhein-Neckar Zeitung sowie ein Rundbrief der Stiftung, in dem zum ersten Mal um eine extra Spende (zum ersten Mal) gebeten wurde, hatte eine überwältigende Reaktion. Die Spenden reichten von € 10 bis zu einer riesigen Einzelspende von € 5.000. Viele Kinder beteiligten sich mit Spenden von € 10 bis € 20. Es kamen insgesamt € 25.000 zusammen, so dass eine 2. Aktion noch im Juli erfolgen wird.

Wir sagen auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für diese großzügige Hilfe.

Oktober 2019

Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns sehr für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse an unserer Arbeit im fast vergangenen Jahr 2019. Auch in diesem für die Stiftung bedeutsamen Jahr, haben Sie mit Ihren Spenden und Ihrem Engagement Hilfe für Simbabwe ermöglicht. Die Stiftung blickt auf 20 bewegte Jahre zurück. Zwanzig Jahre seit Gründung, in denen mit Ihrer Hilfe Spenden in Höhe von über 1 Million Euro zusammengekommen sind und direkt nach Simbabwe überwiesen werden konnten! Zwanzig Jahre, in denen in einem der schönsten Länder Afrikas Freundschaften gewachsen sind. Über eine lange Zeit und große Distanz hinweg ist eine verlässliche Partnerschaft entstanden.

Erstmals wurde der Bericht über das Jahr 2019 von Jutta und Jochen Steyer geschrieben. Das Musiker-Ehepaar arbeitet seit einem Jahr für die Stiftung, Jochen Steyer ist Teil der Geschäftsführung. Beide pflegen den Kontakt zu Schulen und Kirchengemeinden und arbeiten daran, den Bekanntheitsgrad der Stiftung in Heidelberg weiter zu erweitern. Im Oktober 2019 fand ein Benefiz-Konzert mit der SAP-Sinfonietta statt.

Wie sieht die aktuelle Situation im Land aus?

Nach den ersten freien Wahlen seit dem Ende der Ära Mugabe im August 2018 hat sich die politische Lage nicht stabilisiert. Der neue Machthaber Emmerson Mnangagwa, ein politischer Ziehsohn Mugabes, wird von seinem Herausforderer, dem Oppositionsführer Nelson Chamisa nicht anerkannt. Die politische Spaltung hat sichtbare und spürbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage im Land. Stromknappheit, Wassermangel und Inflation trotz Währungsreform erschweren und belasten das tägliche Leben der Menschen. Derzeit ist nur wenig Bargeld erhältlich und Strom gibt es häufig nur für wenige Stunden in der Nacht.

Ein Drittel der Bevölkerung leidet unter einer extremen Hungersnot. Seit dem Ende der Diktatur und nach dem Systemwechsel hat sich die Hoffnung auf politische und wirtschaftliche Verbesserung nicht erfüllt. Trockenheit, Missernten und der Klimawandel machen unsere Hilfe nötiger denn je!

Was hat die Stiftung in den vergangenen Jahren bewirkt?

Das Engagement war und ist gewaltig. Zunächst wurde für eine stetig wachsende Zahl von Kindern das Schulgeld übernommen. Als nach einigen Jahren das Kinderhilfswerk UNICEF dafür aufkam, konnte eine Idee des befreundeten Kinderarztes Greg Powell aus Harare umgesetzt werden: Vorschulkindern wird in den ländlichen Gebieten in der Schule eine Breimahlzeit gereicht. Durch Ihre Spende kommen derzeit etwa 15000 Schulkinder in diesen Genuss und werden umso mehr angespornt, überhaupt in die Schule zu gehen.

Wir vertrauen darauf, dass die Beziehungen nach Simbabwe stabil bleiben, und wir in den kommenden Jahren unsere Unterstützung fortsetzen können. Allen politischen Widrigkeiten zum Trotz gewährleistet unser lokaler Partner, der Kapnek Trust, eine NGO in Harare mit Stammsitz in USA, die reibungslose Durchführung unseres Hilfsprogramms. Trotz gestiegener Preise durch die Inflation ist Diesel mit US-Währung noch erschwinglich, um die Lieferung des Mais-Soja-Mehls an etwa 200 Schulen im Land zu ermöglichen.

Darüber hinaus werden die Kinder drei Mal im Jahr medizinisch auf Krankheiten z.B. Wurmbefall, Wachstum und allgemeine Entwicklung untersucht. Mit 10–15 Euro pro Jahr helfen Sie einem Kind, sich besser zu ernähren und gesund zu entwickeln.

Kooperation mit zwei Heidelberger Grundschulen

An der Fröbelschule in Wieblingen und an der Eichendorff Schule in Rohrbach herrscht eine unermüdliche Sammelleidenschaft. Wir konnten uns bei Sommerfesten und Benefiz-Veranstaltungen dafür begeistern, wie ernsthaft und überzeugt die Kinder bei der Sache sind, um ihren Partnerschulen Gavhunga und Barclay Chase Gutes zu tun. Mit den gesammelten Spenden wurde im laufenden Jahr ein lange gehegter Wunsch erfüllt. Schulbücher für den Unterricht konnten angeschafft werden. Herzlichen Dank allen Lehrerinnen, Eltern und allen Schülerinnen und Schülern für dieses wunderbare Engagement!

Kommunikation in der Zukunft

Wir sind in den sozialen Netzwerken angekommen. Sie finden uns jetzt auch auf Facebook. Besuchen Sie uns dort, teilen Sie uns und helfen Sie mit, die Hilfe weiter zu tragen! Anlässlich des 20-jährigen Bestehens haben wir einen Flyer erstellt. Dieser kann jederzeit angefordert werden für Feste, Geburtseinladungen und andere Sammeltätigkeiten.

Wir überlegen, in Zukunft den Jahresbrief nach Möglichkeit auch als Newsletter auf elektronischem Weg zu versenden. Dafür benötigen wir Ihre Mailadresse und Ihr Einverständnis für deren Nutzung. Bitte schicken sie uns Ihre Zustimmung dazu als Mail an herz@herzhdstiftung.de. Wir werden weiterhin unseren Jahresbrief auch in der gewohnten Art versenden.

Oktober 2018

In eigener Sache

Seit 1. Oktober ist Herr Jochen Steyer als weiterer Geschäftsführer neben dem Gründerehepaar der Stiftung bestellt worden. Er wird zunächst das Ehepaar Herz bei der operativen Arbeit unterstützen und sich auf eine zukünftige Nachfolge vorbereiten. Dabei wird ihm seine Ehefrau Jutta Steyer helfen, die sich auf Anhieb ebenfalls für die Stiftungsarbeit begeistern ließ. Das Ehepaar Steyer lebt seit über 20 Jahren in Heidelberg und hat 2 gemeinsame, erwachsene Söhne. Frau Steyer ist Freiburgerin und Herr Steyer stammt aus Heidelberg. Sie sind beide selbständige Musiker. Frau Steyer ist Pianistin. Herr Steyer hat in Mannheim Violine studiert und organisiert seit 1998 die „Kammerphilharmonie Mannheim“ mit ca. 25 Projekten pro Jahr. Dieses Talent und die Erfahrung aus dem Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen werden ihm bei der Arbeit für die Stiftung zugute kommen. 

November 2018

Renovierung von Lehrer Wohnungen

Im ländlichen Bereich wohnen die Lehrkräfte wegen der dezentralen Lage der Schulen auf dem Gelände selbst. Die Qualität der Wohnungen entscheidet oft auch über die Güte der Lehrkräfte. Bei unserem letzten Besuch wurde uns in der Schule Gavhunga, wo die Eichendorff Schule, Heidelberg ein ECD Gebäude (Haus einer Kindertagesstätte) renoviert hatte, der sehr bescheidene Zustand einiger Lehrer Behausungen gezeigt. Wir haben uns spontan zu einer Hilfe entschieden. Das Ergebnis zeigen die folgenden Fotos.

Erfolgreiche Fortsetzung der Schulspeisung und des Gesundheits-Check

Die Schülerzahlen waren unterschiedlich. Im ersten Term Januar-April bekamen die Schulspeisung 18636 Kinder in 202 Schulen. Dazu wurden 46,4 Tonnen Mais/Soja Mehl (CSB) gebraucht. Im 2. Term übernahm ein weiterer privater Sponsor einen Distrikt, so dass die Kinderzahl nur noch 12437 betrug. Im letzten Term September Dezember wird gewöhnlich die Anzahl der Kinder voraussichtlich wieder ansteigen.

Nun noch ein paar Informationen zum Gesundheits-Check. Die im 2. Term durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass ca. 85% aller Kinder in gutem Zustand sind. Die Grafik zeigt die wesentlichen Schwachstellen. Außer die dort dargestellten Schwächen werden natürlich die Kinder auf Größe, Gewicht, Körperbau, Anzeichen von Mangelernährung, mentaler Zustand, Wunden, Ausschläge, etc. untersucht.

Renovierung eines Klassenlzimmers durch Spenden der Eichendorff Grundschule

Das erste Foto zeigt wie dringend diese Renovierung oder besser gesagt, Fertigstellung dieses Klassenzimmers war. Die Schulen sind manches Mal mit viel Eigeninitiative der Eltern in der Lage, den Rohbau eines solchen Gebäudes zu erstellen. Bemerkenswert ist dabei, dass die Ziegelsteine selbst gebrannt werden. Danach fehlt es aber an allen Feinheiten des Ausbaus wie Fußboden, Fenster, Türen, Tafeln und Möblierung. Wir danken allen Kindern, Eltern und den Lehrkräften der Eichendorff Grundschule für diese Unterstützung, die diese Projekt ermöglicht haben.

Bau eines weiteren Spielplatzes durch Spenden der Fröbel Grundschule

Auch hier gilt zunächst unser Dank all den helfenden Händen und Köpfen, die die Spenden zusammen getragen haben. Wir haben früher schon über die Wichtigkeit und besondere Bedeutung der Spielplätze berichtet. Die fröhlichen Gesichter Kinder auf den Fotos zeigen mehr als alle Worte.

Dezember 2017

5 Jahre Schulspeisung

Seit 2012 bezahlen wir für viele tausend Vorschulkinder im Alter von 3-6 Jahren an jedem Schultag eine warme Breimahlzeit. Das Mais/Soja Mehl wird in 25 kg Paketen im Großhandel gekauft und dann 3mal im Jahr mit Kleintransportern an hunderte von Schulen in ländlichen Gegenden außerhalb von Harare verteilt.

Dort wird der Brei von Müttern an offenen Feuerstellen zubereitet. Holz und Wasser dafür muss oft aus großer Entfernung herangeschafft werden. Aber dadurch, dass die Mütter - manchmal auch Väter - hierfür verantwortlich sind, können die Kosten niedrig gehalten werden, und wir konnten deshalb 2017 bis zu 20282 Kindern in 202 Schulen diese tägliche Schulspeisung finanzieren.

Das war eine logistische Herausforderung. Es mussten insgesamt über 32 Tonnen Mehl oder 1280 Pakete transportiert werden. Anders als in Krisenzeiten in Deutschland leidet die Bevölkerung auf dem Land in Simbabwe stärker unter Hunger als in den Städten. Das liegt am Mangel an Wasser und fehlendem elektrischen Strom. Deshalb gibt es wenig eigenen Gemüseanbau und kaum andere Verdienstmöglichkeiten.

Im letzten Rundbrief schrieben wir bereits, dass dieses Projekt unsere finanziellen Mittel fast überfordert. Dann kam ein weiterer Hilferuf aus Harare. Kapnek hatte plötzlich in einem anderen Distrikt einen privaten Sponsor verloren, der für 7.000 Kinder den täglichen Brei finanzierte. Zur gleichen Zeit erhielten wir eine völlig unerwartete Großspende, so dass wir unsere Zusage für die zusätzlichen Kinder geben konnten.

Mütter kochen den Brei
Kinder bei der Breiausgabe
Föhliche Runde beim Mittagessen
Es schmeckt auch im Schulzimmer

Gesundheits-Check

Kapnek, unser lokaler Partner, organisiert auch mit Hilfe von zertifizierten Krankenschwestern 3mal im Jahr einen Gesundheits-Check für die Vorschulkinder. Die Schwestern werden von Missions-Krankenstationen in der Nähe der Schulen für jeweils 1 Tag „ausgeborgt“. Ein Fahrer bringt sie zu und von den Schulen. Während der Untersuchung der Kinder ist der Fahrer die Hilfskraft. Die Vergütung der Schwestern beträgt 10 US-Dollar pro Tag. 

Ein Schüler wird von einer Krankenschwester gründlich untersucht
Die Körpergröße wird gemessen

Fröbelschule HD-Wieblingen finanziert weiteren Spielplatz

Das Foto zeigt deutlich, wie dringend dieser neue Spielplatz war. Anlässlich des traditionellen Schulfestes der Fröbelschule wurde dafür extra ein Sponsorenlauf und viele Kinderaktivitäten organisiert, wie der Verkauf selbst hergestellter Seifen, Marmelade, Kuchen etc. Das brachte das Geld für die Neugestaltung des Platzes. Im September fand bereits die Einweihung statt.

Spielplätze in Schulen in Simbabwe sind etwas ganz Besonderes. Sie dienen zur Überbrückung der langen Wartezeiten für die Vorschulkinder. Deren Schultag beginnt mit den älteren Geschwistern früh morgens und endet 12 Uhr. Der oft kilometerlange Heimweg kann aber erst nach Schulschluss der Großen gegen 15 Uhr angetreten werden.

Termiten haben die Klettergerüste zerfressen
Neuer Metallspielplatz

Kontakt:

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Burgstraße 52 
D-69121 Heidelberg

Tel: 06221 - 6 51 07 99
Fax: 06221 - 40 09 41

herz(at)herzhdstiftung.de

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